Mittwoch, 15. Oktober 2014

Probieren geht über Studieren...

Guten Morgen ihr Lieben,

seid ihr denn auch schon alle wach? - Ich muss gestehen, heute - an meinem freien Tag - finde ich einfach keinen Schlaf mehr und war deshalb auch bereits seit knapp sechs Uhr wach. Vermutlich die innere Uhr, die den Rhythmus des "normalen" Arbeitsalltags längst übernommen hat. Da wir - also ihr und meine Wenigkeit - uns ja momentan noch in einer Art Kennenlernphase befinden, wollte ich euch mal in diesem kleinen Beitrag von meinem aktuellen Alltag erzählen.



Seit Mitte September arbeite ich endlich wieder! Puh, ja ihr lest richtig, ich bin sehr glücklich darüber, arbeiten zu dürfen. Denn es war ein sehr langer Kampf, mir unzähligen Bewerbungen und unfassbar erschreckenden und seltsamen Vorstellungsgespärchen, von denen ich sicherlich irgendwann nochmal erzählen werden... Fakt ist: Untätig und arbeitslos zu sein, wie ich es einige Monate gezwungenermaßen war, ist das Schlimmste, was einem in seiner eigenen Wertschätzung passieren kann - zumindest wenn man einen gewissen Stolz hat und seine eigene, menschliche Würde nicht mit Füßen tritt. Man fühlt sich nutzlos, wenn man nichts zu tun hat. Keine Aufgaben, die man erledigen muss, jedoch auch keine Herausforderungen und schon gar keine Entwicklung! Furchtbare Sache, meiner Meinung nach. Doch auch dazu werde ich irgendwann einmal zu Sprechen kommen, jedoch nicht heute - dazu ist es mir noch ein wenig zu früh, um dieses ernste Thema anzugehen! ;-)

Jedenfalls darf ich endlich wieder arbeiten. Und das in einer Branche, auf einem Gebiet, in dem ich gut bin und mich nicht täglich herum quälen muss. Es macht Spaß und das Unternehmen scheint bisher auch super. Soweit läuft es momentan also doch ganz gut für mich - oberflächlich betrachtet natürlich und vor allem mit Vorsicht zu genießen.

Meine Position: Ich bin Marketing Assistentin und betreibe vor allem Social Media und Online Marketing bzw. PR für mein Unternehmen, das die Wichtigkeit dieser Dinge erkannt und in Angriff genommen hat.

Doch das ist eigentlich nicht das, was ich euch an diesem Morgen eigentlich hatte erzählen wollen...

... Denn seit Oktober diesen Jahren studiere ich tatsächlich wieder. Ja, ich sage bewusst wieder, denn bereits im Herbst 2011 hatte ich einen anderen Studiengang in einem anderen Fachbereich - allerdings an der selben Hochschule - begonnen zu studieren. Leider entpuppte sich meine damalige Entscheidung ganz offensichtlich als falsch und verquer. Zumindest konnte (oder wollte) sich mein inneres ab dem vierten Semester in der Vertiefung nicht mehr so recht darauf konzentrieren und prompt bekam ich die Konsequenz dafür. Letzter, mündlicher Versuch einer Klausur bei einem Professor, der in seiner ganz eigenen Welt lebt - Bäm! Endgültig durchgefallen!

Ja, das hatte mir ein klein wenig das Genick gebrochen, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich fest mit dem Abschluss dieses Studium gerechnet und wollte so gar nicht einsehen, dass es abzusehen war. Schließlich interessierte ich mich nicht mehr für die Thematik und mein Herz schien sowieso bereits etwas anderes zu wollen. Es war also nur die logische Konsequenz aus dem, was ich nicht wahrhaben und sehen wollte: Dieser Studiengang war schlichtweg nicht für mich gemacht, es war nicht das, was ich in meinem Leben machen wollte.

Daher nun der zweite Versuch in einer völlig anderen Richtung: Soziale Arbeit!
Ich weiß, viele von euch verdrehen jetzt sicherlich die Augen, während euch unzählige, wunderbare und lustige Vorurteile zu diesem Studium und den armen, hart arbeitenden Sozialarbeitern einfallen... Ich kenne diese Reaktion bereits, ja, bekomme sie momentan auch zu Genüge in meinem Umfeld. Und ich habe gelernt, man muss nur damit umgehen können und selbstbewusst und mit Überzeugung das verkaufen zu können, was man kann, will und bekommt. Doch da ich eben noch relativ neu auf diesem Gebiet der sozialen Arbeit bin, fällt es mir natürlich noch schwer, mein Vorhaben so zu verkaufen, wie ich es vermutlich tun sollte. Dazu brauche ich schlichtweg mehr Wissen, Zeit und Erfahrung.

Ziel dieses Studium soll diesmal nicht lediglich der Abschluss sein, das ist nicht meine primäre Motivation. Vielmehr will ich endlich das finden, was mich ausmacht, das, was mir Spaß und Freude bereitet und bei dem ich mich schlichtweg ausgefüllt und lebendig fühle. Ich will und muss herausfinden, ob dieser Studiengang - diese Richtung, die ich nun seit einigen Tagen und Wochen einschlage - wirklich die für mich als Individuum die richtige ist!

Wer so etwas nicht verstehen kann und Menschen wegen dem Drang der Selbstfindung nicht respektiert, der war noch nie in einer Situation, in der er verloren schien...


0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Blog Designed by The Single Momoirs